Wie günstig ist das Ticket in ein besseres Leben wirklich?
Sehr günstig. Wenn man betrachtet, was die meisten Menschen hierunter verstehen (weil sie zu viel Lotto-Werbung geschaut haben womöglich), dann ist diese Art seine Lebensqualität massiv zu steigern auf jeden Fall eine der günstigsten. Was schlichtweg daran liegt, dass wir dabei sehr viel Material, Energie und ökonomische Abhängigkeit einsparen – und das ist genau das, was uns gemeinhin das Portemonnaie zu gemein schnell leer saugt. Jeden Monat von neuem. Weniger Konsum, weniger kleine und große Fluchten aus dem eigenen Alltag, weniger Ablenkung aus dem kapitalistischen Äther. Keine Miete mehr, keine lebenslangen Kredite. Mehr da sein. Mehr hier sein. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben kann man nicht kaufen. Schluss.
Manche der Schlüssel zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben kann man allerdings schon kaufen. Zufälligerweise hier bei uns. (Aber nicht mit Mastercard.) Dafür aber, wenn gewünscht, mit ganz viel Eigenleistung. Und damit dieser Schlüssel so günstig wie möglich wird, bieten wir gleich mehrere sehr Preis-optimierte Jurtenmodelle an. Nicht primär, weil wir so auf asketische Gewinnmargen stehen, sondern weil jedes andere, leichtere Leben alle Leben erleichtert. Insgesamt nur ein bisschen. Individuell ganz viel. Und jedes Feedback eines neu gewonnen Jurtenliebhabers, wir hätten ihr oder sein Leben bereichert, sozusagen Balsam fürs Karma ist.
Aus reinem Geist kann auch ein noch so leichtes Leben trotzdem nicht bestehen. In unseren Breiten wollen die wenigsten wohnen wie der Prophet in der Tonne. Fast jeder von uns will die sozialen Bande halten, aus denen er stammt. (Und das ist auch sehr gut so.) Reden wir also über einen Kompromiss: schöner Wohnen als die meisten, mit weit gesünderen Baustoffen umgeben, mehr Licht, weniger Hall, besserem Schlaf – aber weniger Raum. Viel weniger Masse. Viel weniger grauer Energie, viel weniger Verbrauch, viel weniger späterem Sondermüll. Für viel weniger Geld. Also viel weniger ökonomischen Zwängen. Also viel mehr Zeit –
– um zum Beispiel einen Garten anzulegen, Nahrungsmittel in der eigenen natürlichen Umgebung zu sammeln und mit mehr Liebe zu verkochen. Was wiederum bedeutet: Weit besser essen als die meisten (okay, das ist wirklich nicht schwer, aber mindestens so wichtig wie das gesündere Wohnen.) Was – jetzt mal ganz platt gesagt – dazu führt, viel seltener oder gar nie zu eng gewordene Kleidungsstücke ersetzten zu müssen und bei denen, die man viele Jahre trägt, in mehr Qualität investieren zu können. Man nennt dergleichen einen Engelskreis (kein Scheiß). Nicht so bekannt, wie sein Konterpart, aber viel schöner. Leichter. Das Wort Engel hat die Aufwärtsspirale quasi schon in sich verbaut. (Und das war jetzt nur ein kleiner, beispielhafter Rundflug über den Bereich der Grundbedürfnisse: Nahrung, Kleidung, Wohnung. Genauso wirkt sich dieser Ansatz natürlich auf Luxuskonsum oder Mobilität aus.)
Der leicht esoterisch-spirituelle Spin, den dieser Text unverhofft genommen hat – es sollte eigentlich um die Kosten einer Jurte gehen, aber die stehen ja in Listen – zeigt die Gratwanderung gewissermaßen an: wer in eine Jurte zieht – mag sie noch so schick sein, oder Wildkräuter sammelt – mögen sie noch so nahrhaft sein, oder jahrein, jahraus den gleichen Lodenmantel trägt – mag er noch so elegant sein, der lebt ein bisschen anders als viele andere. Manchmal auch als Teile des eigenen Umfeldes, der eigenen Familie. Und natürlich kämpfen sich die nur noch künstlich Intelligenten und die ewig auf Erdöl hängen Gebliebenen tagtäglich nicht nur einen Ast, sondern ganz viele Bäume ab, um auch uns in ihrer Maschine zu halten – und zu einem gewissen Grad gelingt es ihnen auch – aber das Wunder des Lebens in Ehren zu halten, ist kein Schandfleck mehr. Man darf offen darüber sprechen, reell daran zu glauben, dass es eine Alternative zum menschengemachten ökologischen Kollaps gibt. Probieren wir es doch gleich: „Ich mag Mutter Erde.“
Schaut, nichts passiert. (Zumindest nichts Negatives.)
Und wenn man dann auch noch mit einem Lächeln auf den Lippen und einem dezenten Leuchten in den Augen ganz unverstellt und ohne große Worte vermitteln kann, warum es sich – sogar ökonomisch! – lohnt, ein leichteres Leben zu führen, spätestens an diesem Punkt kann man sehr oft beobachten, wie der Funke langsam zum Sprung ansetzt… Und wenn sich das Gegenüber dann nicht ganz schnell auf den Fahrersitz seines neuen SUV wirft – den er oder sie dann doch selten direkt neben sich geparkt hat – und die Tür zuknallt, dann ist es manchmal schon zu spät – und die Saat ist gesät.








