Liebe alle ihr,

die ihr genauso wenig einverstanden seid wie wir, diesen Planeten kollektiv in die menschliche Mangel zu nehmen. Und die ihr stattdessen ebenfalls leichter und schöner leben wollt. Lasst uns vorsichtshalber schon jetzt zusammen in die einzige mögliche Zukunft aufbrechen: ein Leben in echtem Einklang mit dem Ökosystem. Das schreibt sich einfach so dahin und tatsächlich ist es auch nicht besonders schwer – vorausgesetzt der Rahmen stimmt. Und diesen Rahmen schaffen wir unter anderem hier in unserer Gemeinschaft und all den Projekten, die bereits daran hängen und daraus noch entstehen werden! Und heißen dafür gerne noch viel mehr motivierte, gleichgesinnte Menschen willkommen als in der Vergangenheit bereits unseren Weg gekreuzt haben.

Auf jurte.de und unter den folgenden Links könnt ihr euch ein recht gutes Bild davon verschaffen, was wir seit knapp zwei Jahren dabei sind, aufzubauen. Grob gesagt: Nachhaltigkeit im Wohnen, Essen, Fahren, Konsumieren, (Nicht-) Reisen, u.v.m. – alles zunächst rund um das Thema Jurten aufgebaut und angesiedelt fürs Erste in unserer Villa mit Jurtengarten und Jurtenwerkstatt in der Fränkischen Schweiz. Dabei lernen wir alle gemeinsam nicht nur den Rundzeltbau, die dazugehörige Infrastruktur wie Komposttoiletten, Außenbäder, Biomeiler, Innengewächshäuser, Regenbewässerungen, usw., sondern auch eigentlich ganz simple Dinge wie Garten, Tiere, Kochen, Putzen – und natürlich möglichst symbiotisch in einer Gemeinschaft zu leben. (Also die Grundlagen unserer Existenz als Mensch, die leider dabei sind, sich vor Bildschirmen in Single-Haushalten aufzulösen und deshalb auch nicht mehr jedem so ohne weiteres geläufig sind.)

https://www.ardmediathek.de/video/room-tour/leben-in-selbstgebauten-jurten/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE3NTI5NDA

Ein kurzer Abriss, von welcher Art „Energie“ wir so schnell sicher nicht genug bekommen können:

  • Work-Away: Helfende Hände im Work-Away bzw. Volunteer-Format – also eine gute halbe Stelle gegen Kost, Logie und bei gelingender Zusammenarbeit in aller Regel die dringende Einladung, bei uns längerfristig mitzumachen. (Dann freilich als gleichgestellte*r Mitwirkende*r in unserem Arbeitskollektiv, unserer solidarischen Bauwirtschaft oder wie auch immer man das nennen soll, was hier entsteht.) Die Aufgabenbereiche erstrecken sich bei uns über alles Mögliche, z.B.:
    • Gemüsegarten: Je nach Jahreszeit Aussaat, Pflege, Gießen, Ernten, Verarbeiten
    • Gartengestaltung: Trockenmauerbau, Terrassenbau, Zierbepflanzung
    • Jurtenbau: Infrastruktur von Werkstatt- und Außenbereichen, Mithilfe beim Bauen, Montagen, Anlieferungen, etc.
    • Renovierungen: Sanitär, Elektro, Innenausbau, Möbelbau, Bodenaufbereitung, Fliesenlegen, usw.
    • Hausmeisterei
    • Kurzzeitvermietung
    • … und was alle Mitbewohner eben so machen sollten: Kochen, Einkaufen, Putzen, Aufräumen…

 

  • Jurtenbauer: Hier schlummert nicht nur unser größter Bedarf, auch der Markt ist stark untersättigt. Wir selbst sind fast alle ungelernt und haben zwar natürlich inzwischen zum Teil viel Erfahrung aus jahrelangem Bau und der Bewohnung von Jurten auch im Vollformat (nur noch eine Waschmaschine in einem Festbau und alles andere auf der Wiese), ein jeder Profi aus einem der einschlägigen Gewerke ist aber natürlich immer eine Bereicherung.
    • Holzbau
    • Schreinerei
    • Nähen und Textilverarbeitung
    • Ofenbau
    • Kompostierungsheizungen
    • Landschaftsbau
    • Baustatik
    • Architektur

 

  • Mitbewohner: In einem Haus mit fast 500m² Wohnfläche, elf Schlafzimmern und bis zu acht Jurten im Garten, auf die sich neben Gästen, Helfern und anderen Besuchern auch stets zwischen zehn und fünfzehn fixe Bewohner verteilen, wird immer wieder Platz frei. Dafür suchen wir Menschen allen Alters, die unsere Werte der gelebten Nachhaltigkeit zumindest grundlegend teilen, die gerne Verantwortung übernehmen und Commitment nicht scheuen. Das klingt jetzt, als würden wir unsere ganze Arbeit bei euch abladen wollen, aber keine Sorge, wir haben das Glück bereits mit einigen sehr engagierte Menschen unseren Alltag zu teilen, haben aber auch die Erfahrung gemacht, dass manche Menschen nicht wirklich anders konnten, als diesen Umstand auszunützen. Davor wollen wir uns schützen. Wer für einen schönen Ort und liebe Menschen, Pflanzen und Tiere gerne gibt, der passt wunderbar hierher. Wer noch im klassischen Exchange-Denken des kapitalistisch-merkantil erzogenen Mainstreams verhaftet ist, der sucht sich besser auch eine klassische WG mit dem dann nötigen Regelwerk. Nachhaltigkeit kann nicht nur ökonomisch gedacht werden und wo es ums Geld geht, da geht es nicht um die Liebe. Wenn euch das nicht verschreckt hat und ihr eine Unterkunft im Nürnberger Umland mit guter Zuganbindung sucht, meldet euch!

 

  • Netzwerker: Die Wende kann nur gemeinsam gelingen, bzw. überhaupt erst einmal an Fahrt aufnehmen und sie kann nur gelingen, wenn deutlich mehr Menschen mitmachen. Uns hier zu vernetzen, ist essenziell, uns leider zeitlich aktuell nur in passiver Art und Weise möglich. Die Resonanz von Besuchern, Gästen, Medienschaffenden und Medienkonsumierenden auf unser „Nachhaltigkeitslabor“ ist eigentlich immer dieselbe: „Davon müssen unbedingt mehr Leute erfahren. Ihr setzt hier so viele wertvolle Ideen um.“ Ideen sind größer als Individuen und wir sollten sie fließen lassen! Darin können wir gut noch Unterstützung gebrauchen.

 

  • Medienschaffende: Folglich brauchen wir alle gemeinsam Multiplikatoren dessen, was an echter Nachhaltigkeit großen Spaß macht und sich nicht als Verzicht, sondern als persönliches und kollektives Wachstum anfühlt. Auch hier sind wir selbst zwar beschlagen, aber wenn noch öfter (als ganz selten) eine Kamera mitlaufen würde oder auch zwischendrin eine Drohne aufsteigen und dieses Material für Social Media oder einen Vlog aufbereitet würde, dann käme das sicher der Sache an sich entgegen.

 

  • Gäste: Und weil es schön ist, schöne Orte zu teilen (und sie auf diesem Wege in ihrer Entwicklung auch finanziell zu unterstützen), vermieten wir nicht nur zwei Ferienwohnungen, sondern haben in aller Regel auch immer ein Plätzchen im Garten oder Haus frei für Menschen, die Interesse an unserem Projekt, der Fränkischen Schweiz oder auch dem nahen Nürnberg haben und natürlich füttern wir nur ungern die Plattform-Multis und verzichten dafür auch gerne selbst auf Einnahmen. Faire Preise für alle sind wichtiger als Profit 😊

 

  • Au-Pair: In den nächsten Jahren potenziell immer wieder Au-Pair-Mädchen oder Jungs für unsere beiden Kids (Jahrgang 2012 und 2014) oder potenzielle andere Mitbewohnerkinder.
    • Hausaufgabenbetreuung
    • Sport
    • Fremdsprachen lernen (die Kinder sind zweisprachig FR/D) und vermitteln
    • Kreative und Künstlerische Tätigkeiten
    • Musik
    • … und was alle Mitbewohner eben so machen: Kochen, Einkaufen, Putzen…

 

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